Unter dem Titel „Das Gedächtnis der Landschaft“ zeigt die Künstlerin Sabine Friebe-Minden vom 17. April bis 17. Mai im Kunstverein Ladenburg eine vielseitige Ausstellung mit Zeichnungen, Malerei, Collagen und Objekten. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Zeit, Geschichte und menschliche Einflüsse in Landschaften einschreiben.

Friebe-Minden versteht Landschaft nicht allein als Naturraum, sondern als vielschichtiges Archiv. In ihren Arbeiten überlagern sich gestalterische Ebenen, die an geologische Schichtungen erinnern. Fragmente von Karten, Textelemente, historische Anspielungen und Spuren industrieller Nutzung werden in die Bildräume integriert. So entstehen Werke, die gleichermaßen archäologisch anmuten und gegenwartsbezogen wirken.

Die Ausstellung thematisiert sowohl die physische Präsenz von Orten als auch ihre kulturelle und mythologische Dimension. Landschaft erscheint dabei als Speicher von Erinnerungen, die weit über ein Menschenleben hinausreichen. Jahrtausendealte Ereignisse prägen ihre sichtbare Gestalt ebenso wie gesellschaftliche Entwicklungen und individuelle Erfahrungen.

Neben der sichtbaren Topografie beschäftigt sich die Künstlerin mit der „erzählten Landschaft“ – mit Mythen, Sagen und symbolischen Bedeutungen von Orten. Diese kulturellen Deutungen sind für sie ein wesentlicher Bestandteil dessen, was Landschaft für die menschliche Identität ausmacht.

Mit „Das Gedächtnis der Landschaft“ lädt der Kunstverein Ladenburg dazu ein, Landschaft neu zu betrachten: als Raum, der Geschichte bewahrt, Gegenwart spiegelt und Zukunft mitgestaltet.

Öffnungszeiten jeweils Samstag/Sonntag jeweils 15 - 18 Uhr, die Künstlerin ist anwesend.