Vom 16.Oktober bis 15.November 2026 zeigen wir im Kunstraum H6 in der Hauptstr. 6 Ladenburg eine Ausstellung mit Mario Urlaß. Vernissage am Freitag 16.Oktober 19:00 Uhr. Öffnungszeiten jeweils Samstag/Sonntag jeweils 15 - 18 Uhr
Die künstlerischen Arbeiten von Mario Urlaß sind indirekte Kommentare zu Natur, Evolution, Individuum und Hybridisierung. Neue Erkenntnisse der Naturwissenschaften und die damit einhergehende fortschreitende Enträtselung der Welt reizen ihn zu Adaptionen und Transformationen des Entdeckten und Gesehenen. Häufig bilden naturwissenschaftliche Texte und Naturfragmente den Ausgangspunkt für künstlerische Äquivalente.
Was in seinen Arbeiten sichtbar wird, ist weniger ein Abbild der Wirklichkeit als eine Erkundung des Möglichen. Wo wissenschaftliche Erkenntnis nach Eindeutigkeit strebt, öffnet die Kunst einen Raum für Spekulation und mögliche andere Wirklichkeiten. Aus Vorgefundenem entstehen neue, imaginäre Formen von Naturwirklichkeit. Insbesondere tierische Materialien werden zum Ausgangspunkt künstlerischer Verschlüsselungen. Das Material ist dabei nie bloßes Medium, sondern bleibt in seiner Eigenheit präsent: anziehend, widerständig, mitunter abstoßend. Poetisch und doppelbödig zeigt sich, dass die Dinge nie nur das sind, wofür wir sie halten.
Diese Haltung setzt sich in den malerischen Mischtechniken fort. Mario Urlaß entwickelt Bildwelten, in denen Vertrautes ins Ungewisse kippt. Unterschiedliche Materialien, zeichnerische Spuren und malerische Prozesse überlagern und durchdringen sich; Formen entstehen und verschwinden wieder. Naturhaftes wird fragmentiert und neu zusammengesetzt. Es entstehen bildnerische Anomalien – hybride Erscheinungen zwischen Beobachtung und Imagination, Wirklichkeit und Erfindung.
Der Ausstellungstitel „Anomalien“ verweist auf Abweichungen von vertrauten Ordnungen und auf Störungen des Erwartbaren. In den Mischtechniken und Objekten des Künstlers geraten die Grenzen zwischen Natur und Artefakt, Organismus und Konstruktion ins Wanken. Materialien entwickeln ein Eigenleben, Formen mutieren – Bekanntes erscheint in neuer, irritierender Gestalt.
Mario Urlaß ist Künstler und Professor für Kunst und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.
Vom 4.September bis 4.Oktober 2026 stellt Annah-Katharina Litterst, im Kunstraum H6 in Ladenburg aus. Vernissage am Freitag 4.September 19:00 Uhr
Öffnungszeiten jeweils Samstag/Sonntag jeweils 15 - 18 Uhr.
Unter dem Titel „URBANOLEKT: files“ zeigt Annah-Katharina Litterst Arbeiten aus ihrer gleichnamigen Werkreihe. Die Arbeiten entstehen aus einer intensiven Auseinandersetzung mit dem, was uns umgibt – mit Dingen, Materialien, Spuren und Eindrücken, die Teil unseres Alltags sind und dennoch häufig unbeachtet bleiben.
Auf ihren Wegen durch den urbanen Raum beobachtet und sammelt Litterst. Sie interessiert sich für Oberflächen, Farben, Formen, Gebrauchsspuren und Materialien, aber auch für die Geschichten und Zusammenhänge, die sich darin zeigen. „files“ verweist auf diese Sammlung von Beobachtungen und Erfahrungen – auf ein offenes Archiv des Vorgefundenen.
Im Zentrum steht eine Haltung, die davon ausgeht: Alles existiert gleichzeitig. Alles ist in Verbindung miteinander. Alles ist interessant. Alles hat einen Wert. Was zunächst nebensächlich erscheint, kann durch Aufmerksamkeit eine eigene Qualität entwickeln. Dinge werden aus ihren gewohnten Zusammenhängen gelöst und treten miteinander in neue Beziehungen.
Die Auseinandersetzung mit dem Material ist dabei ein wesentlicher Bestandteil des künstlerischen Prozesses. Material ist für Litterst kein neutraler Werkstoff. Es bringt seine Geschichte, Veränderung, Gebrauchsspuren und seinen eigenen Charakter mit. Die Künstlerin reagiert auf seine Eigenschaften, Möglichkeiten und Widerstände und entwickelt die Arbeiten im Dialog mit dem Vorgefundenen. Bewusste Entscheidungen treffen dabei auf Intuition und Zufall.
„URBANOLEKT: files“ lädt dazu ein, die eigene Umgebung mit offenen Augen zu betrachten, Spuren und Geschichten wahrzunehmen und die Möglichkeiten zu entdecken, die bereits in den Dingen und ihrer Verbindung miteinander liegen.
Verwirrend vertraut, ästhetisch berührend und mit überlegten Farbakzenten versehen erscheinen die Kunstwerke von Betty Schmidt. Im ersten Augenblick wirken sie wohlbekannt, kurz darauf irritieren sie die Betrachtenden, weil sich die Motive nicht klar fokussieren lassen. Die Fotokünstlerin aus Meinerzhagen malt mit der Kamera und erzielt diesen besonderen Effekt durch bewusste Bewegungen während der Belichtung.
Betty Schmidt wurde 1951 in Meinerzhagen geboren und arbeitet seit jeher autodidaktisch. Nach langjähriger Tätigkeit im EDV-Bereich sehnte sie sich nach Farbe. Die von Wahr und Falsch, Schwarz und Weiß sowie Eins und Null geprägte Arbeitswelt bildete einen starken Gegensatz zur Kunst. Im Jahr 2000 begann sie mit der Malerei. Sie besuchte Workshops bei namhaften internationalen Künstlerinnen und Künstlern und bildete sich kontinuierlich weiter.
Auf ihren Wegen durch Städte, Dörfer und Wälder ist die Kamera ihre ständige Begleiterin. Auch auf Studienreisen hält sie Ausschau nach besonderen Eindrücken. Ihre Augen erfassen Formen, Linien und Licht. Die Fotografien dienten ihr zunächst als Vorlagen für ihre Malerei. Eines Tages entdeckte sie zufällig, dass sie auch unmittelbar mit der Kamera malen kann. Seitdem fasziniert sie die Verbindung von Fotografie und Malerei.
Seit 2012 liegt ihr künstlerischer Schwerpunkt auf der "gestischen Fotografie". In der Fachsprache heißt diese Technik "Intentional Camera Movement". Dabei wird die Kamera während einer längeren Belichtungszeit bewusst bewegt. Durch diese Bewegungen lösen sich Konturen auf und verschmelzen miteinander.
So entstehen bereits in der Kamera Bilder mit malerischer Wirkung.
Bei Betty Schmidt wird die Kamera zum Pinsel, mit dem sie durch ihre Körperbewegungen Linien, Formen und Farben dirigiert. Ihr Malgrund ist das, was sie in der realen Welt entdeckt. Jedes auf diese Weise entstandene Bild ist ein Unikat und lässt sich nicht reproduzieren.
Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, 31. Juli 2026, um 19:00 Uhr sind interessierte Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen. Die Ausstellung ist bis zum 30. August 2026 in den Räumen des Kunstvereins Ladenburg e.V., Hauptstraße 6, zu sehen. Geöffnet ist sie samstags und sonntags von 15:00 bis 18:00 Uhr; die Künstlerin ist am 31. Juli und am 30. August anwesend.
Wir laden zur Vernissage der Jahresmitgliederausstellung 2026 ein. Am Freitag 3.Juli 2026 19:00Uhr eröffnen wir diese schöne Ausstellung mit Werken von acht unserer Mitglieder
Die Ausstellung läuft vom 03.07.-19.07.2026
Wir werden dieses Jahr die Ausstellung diese drei Wochen laufen lassen und in unserem Kunstraum in der Hauptstr. 6 ausstellen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch
Bisher fand die Ausstellung immer im Domhof der Stadt Ladenburg statt. In den letzten Jahren gingen die Anmeldungen leider zurück (Sie können gerne Mitglied werden) und die große Fläche konnte nicht entsprechend bespielt werden. Hinzu kommt, dass wir den Domhof immer nur über zwei Wochenenden nutzen konnten.
Der Kunstverein Ladenburg zeigt vom 22.Mai bis 21.Juni 2026 im Kunstraum in der Hauptstraße 6 die neue Ausstellung: „Radierungen und Holzdruck“ der Künstlerin Elke Bellgart-Rapp, Mitglied des KVL.
Die Vernissage findet am Freitag, den 22.Mai 2026 um 19 Uhr statt.
Silvia Maria Schweitzer-Grützmacher gestaltet die Einführung der Ausstellung und die musikalische Untermalung übernimmt Olaf Weithäuser mit seinem Saxofon Ensemble „55 Names“.
Die in Schriesheim lebende Künstlerin erweitert ihr bisheriges Schaffen (u.a.Acrylmalerei) um die Druckgrafik-Techniken Holzdruck und Radierung. Inspiriert wurde sie von den trockenen Sommer der letzten Jahre und deren Auswirkungen auf Klima, Menschen, Tiere und Pflanzen - insbesondere auf das lebensnotwendige Wasser. Diese Themen verdichten sich in ihren neuen Werken zu einer sehenswerten Ausstellung.Der Kunstverein freut sich auf ihren Besuch.
Öffnungszeiten jeweils Samstag/Sonntag jeweils 15 - 18 Uhr. die Künstlerin ist anwesend.
Vom 20.März bis 12.April 2026 zeigen wir posthum im Kunstraum H6 in der Hauptstr. 6 Ladenburg Werke von Rudolf Klee. Vernissage am Freitag 20.März 19:00 Uhr
Seine Werke, seine Zeichnungen, seine Gedichte, seine Musik: ein Künstler Ladenburgs, sein Schaffen von über 30 Jahren zu sehen in dieser Retrospektive. Inspiration, Linienbesessen, Sprach- und Musikakrobat, beseelt und begeistert von Kunst, Form und Format, offen für Ver-Rücktes, Ideenliebhaber und Ideologiefrei - so würden ihn wohl die meisten beschreiben.
Nach fast einem Jahr der Sichtung seiner Materialbilder, keramischen Kleinplastiken, Zeichnungen und anderer Werke, freuen wir uns, Sie einzuladen zu einer Ausstellung in seinem Sinne: Vita brevis, ars longa (Hippokrates Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang)
Öffnungszeiten jeweils Samstag/Sonntag jeweils 15 - 18 Uhr.